Am Samstag 2. Juni fanden die diesjährigen Schweizerischen Vereinsmeisterschaften (SVM) der Nationalliga A in Basel statt. Die Männer   der LG Bern (TVL, GGB, LAC Wohlen, gerbersport und TV Fraubrunnen) konnten einen tollen Erfolg feiern und mussten sich lediglich vom LC Zürich geschlagen geben. Der Vizemeistertitel aus dem Vorjahr konnte souverän verteidigt werden. Die Frauen sicherten sich ebenso souverän den Ligaerhalt und erreichten Rang 6.

 

Mit einem fulminanten Start in den Wettkampf, setzte das Männerteam der LG Bern gleich zu Beginn ein starkes Zeichen Richtung Konkurrenz und setzte sich nach 6 Disziplinen mit grossem Vorsprung an die Spitze des Zwischenklassements. Dieser Vorsprung mussten die Berner aber bis am Schluss wieder Preis geben, waren die Zürcher insbesondere in den Wurfdisziplinen doch stark überlegen. Dass Basel Regio und die starken Teams der Romandie am Ende aber so deutlich distanziert werden konnten, ist überraschend und ist einer geschlossenen Mannschaftleistung, etlichen Top-Resultaten aber auch mannschaftsdienstlichen Einsätzen zu verdanken. Manch einer musste in einer Disziplin antreten, die eigentlich nicht zu seinen Kernkompetenzen gehört und sicherte dem Team so wertvolle Punkte. Die besten Punktesammler im Team waren Silvan Lutz (200, 400 und Staffel), Albion Dautaj (Weit, Drei), Tim Stalder (100, 200 und Staffel) sowie Gerardo Maurer (Kugel, Hammer). Das wertvollste Einzelresultat lieferte Andreas Ritz über 400Hü. Von der GGB waren12 Athleten am Start: 

Florian Clivaz holte über 100m den starken 2. Platz und war auch Mitglied der 4x100m Staffel, die ebenfalls auf den 2. Rang lief. Gar zum Disziplinensieg reichte es Brahian Peña über die 110m Hürden, er war ebenfalls davor schon mit der Staffel angetreten. Michael Page holte über die 110m Hürden als 7. wichtige 10 Punkte. Der 3. Athlet über die 110m Hürden war Stefan Schmocker, welcher danach auch noch im Diskus antrat und dort  dem LG Bern Team 6 Punkte sicherte. Fast zur PB gereicht hätte es Jan Osterwalder im Hochsprung, er belegte mit übersprungenen 2,00m den starken 2. Platz, gleich vor Quentin Pirlet der als 3. 14 Punkte beisteuerte. Verlass war auch auf Reto Fahrni, der mit übersprungenen 4,80m den 5. Rang im Stabhochsprung belegte. Die beiden weiteren Plätze im Stabhochsprung besetzen mit Dominik Löffel (übersprungene 4,40m) und Luca Frei (3,80m) ebenfalls GGB Athleten. Einen Doppelstart absolvierte Albion Dautaj, der im Dreisprung und Weitsprung insgesamt 22 Punkte sammelte. Gerardo Maurer war nebst dem Kugelstossen (6. Rang und 12 Punkte) nach über 20 Jahren auch wieder einmal im Hammerwerfen im Einsatz und holte dort weitere 6 Punkte. Ebenfalls einen Doppelstart im Wurfbereich absolvierte Peter Brosi-Wittwer, nach dem fast schon obligaten Start im Speerwerfen, versuchte er sich auch im Kugelstossen und holte insgesamt 13 Punkte. 

Bei den Frauen war das Ziel nach der letztjährigen Zitterpartie um den Verbleib in der höchsten Liga auch dieses Jahr wieder der Klassenerhalt. Dieser war allerdings von Beginn weg nie in Gefahr, war das Team gegenüber 2017 doch klar stärker und breiter aufgestellt. Auch ohne ausländische Verstärkungen gelangen Top-Leistungen und am Ende resultierte mit Rang 6 und nur 2.5 Punkte Rückstand auf Rang 5 ein mega erfreuliches Resultat. Das Team hat mit Leidenschaft und Kampfgeist ein starkes Zeichen gesetzt und wird in den kommenden Jahren den Blick wieder Richtung Podestplätze richten können. Besonders hervorzuheben sind auch die zahlreichen Starts ausserhalb der jeweiligen Paradedisziplin um dem Team noch ein paar wertvolle Extra-Punkte einzubringen. Genau das ist das Spezielle und Schöne an der SVM. Für einmal treten die sonst als Einzelkämpferinnen im Einsatz stehenden Athletinnen im Team an und geben gemäss dem Motto «jeder Punkt zählt» das Beste, egal in welcher Disziplin. So rundete denn auch ein feines Mannschaftsessen im Mappamondo zusammen mit dem Männerteam den erfolgreichen Tag ab.

Die besten Punktesammlerinnen waren dieses Jahr Nadja-Marie Pasternack (Diskus, Speer), Sina Sprecher (400, 800), Marlen Schmid (Weit, Drei) und Daniela Schlatter (Weit 100Hü). Von der GGB waren erfreulicherweise zahlreiche Athletinnen am Start:

Christa Wittwer machte einen Doppelstart im Kugelstossen und Hammerwerfen (merci noch einmal viel Mal für diesen mannschaftsdienlichen Einsatz!) und totalisierte so trotz lädierter Schulter 6 Punkte für die LG Bern. Macarena Maurer, die Tochter des langjährigen GGB Athleten Gerardo Maurer, war die stärkste LG Bern Athletin im Kugelstossen und trug mit ihrem 10. Platz 7 Punkte zum Total bei. Martina Tresch trat nach dem souveränen Sieg über 3000m, erneut über die 400m Hürden an. Schade ist nur einmal im Jahr SVM, sonst würden wir sie vielleicht noch mehr auf dieser Strecke im Einsatz sehen. Mit Livia Morgenthaler hatten wir über die 3000m eine weitere sehr erfolgreiche Athletin, sie lief auf den 4. Platz und sicherte dem Team starke 13 Punkte. Nadja-Marie Pasternack war mit guten Leistungen im Diskus (3. Platz) und Speerwerfen (2.) beste Punktesammlerin des Tages. Ihre Leistungen brachten dem Team insgesamt 29 Punkte ein. Auch auf Ste Dähler war wie jedes Jahr verlass, mit ihrem Start im Hammerwerfen sicherte sie dem Team 3 Punkte auch wenn sie selber mit der Weite nicht ganz zufrieden war. Nächstes Jahr gibt es die nächste Chance. Gaëlle Maonzambi absolvierte gleich drei Disziplinen. Nach dem 4x100m liess sie im Dreisprung einen 5. Platz folgen und stand danach auch noch über die 100m im Einsatz. Auch Selina Jenni hatte einen Doppeleinsatz. Im Hochsprung erreichte sie mit guten 1.65 den 6. Platz, ohne Pause ging es direkt zum Start der 100m Hürden, wo dann leider der Rhythmus nicht mehr ganz stimmte. Erst zum 2. Mal überhaupt trat Letizia Alberio über die 400m Hürden an. Dank einer deutlichen Steigerung im Vergleich zum ersten Rennen lieferte sie das wichtige zweite Zählresultat für die LG Bern. Nach dem Start im Hochsprung, wo gute 1,55m resultierten war Anna-Isabel Perracini auch noch in ihrer Paradedisziplin Stabhochsprung am Start, wo sie mit übersprungenen 3,20m den 5. Platz belegte. Auch im Stabhochsprung im Einsatz war Jil Holstein. Nachdem sie die ersten beiden Höhen noch im ersten Versuch gemeistert hatte, musste sie bei 2,60 drei Mal antreten ehe es doch klappte. Bei 2,90m war dann Endstation.  Schliesslich war auch Mirjam Marzohl dieses Jahr wieder dabei. Hatte sie 2017 noch wegen einer Verletzung verpasst, trat sie 2018 sowohl im Speerwerfen als auch, notabene nach langer Zeit und ohne gross trainiert zu haben, im Diskuswerfen an und holte insgesamt 10 Punkte. 

Alles in allem also ein zufriedenstellendes Resultat auf dem sich nächstes Jahr aufbauen lässt.